
Man musste sich schon sehr früh angemeldet haben, denn die Nachfrage nach Plätzen für die - zum dritten Mal durchgeführte - Fahrradfreizeit war sehr groß. Diesmal ging es vom 6. - 10. Juni nach Kleve. Mit der Unterbringung in der Katholischen Heimvolkshochschule in Wasserburg-Rindern hatten die Organisatoren, Pfarrer Thomas Gano und seine Frau Annette, einen Glücksgriff getan.
Text: Hermann BuntrockAlle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlten sich sehr wohl und genossen auch den wunderschönen Park. Und dann ging es los. Drei Tages-Touren standen auf dem Programm. Nach der Andacht in der hauseigenen Kapelle ging die erste Fahrt über die "Kurfürstenroute" an den Rhein zum Emmericher-Eyland, vorbei am Wisseler See nach Kalkar. Bei dem herrlichen Wetter kam hier für die meisten als Raststätte nur eine Eisdiele in Betracht. Die zweite Tour wurde bei noch wärmeren Wetter gefahren. Pfarrers ‚Susi' (der Radcomputer) hatte leichte Anlaufschwierigkeiten, aber dann lief alles wie geschmiert. Es ging über die "Reichswaldroute" durch das Naherholungsgebiet bis nach Goch. Eine wunderschöne Tour, durch riesige Pappelallen an gepflegten schönen Gärten vorbei und mit dem einzigen Berg, den viele lieber zu Fuß erklommen. Die letzte Tour ging nach Holland über die "Rhein-Waal-Holland-Route". Am Rhein entlang nach Millingen, mit der Fähre an das nördliche Rheinufer und dann durch die größte zusammenhängende Auenlandschat des Niederrheins bis nach Nijmwegen. Hier gab es etliches zu besichtigen. Kirche, Lateinschule, Marienburg. Kurz vor der Abfahrt überraschte die Gruppe ein Regenguss, der später in leichten Dauerregen überging. Nach einer halben Stunde Fahrt wurde entschieden, die vorher 78 km-Tour um ca. 15 km zu kürzen. Wieder an der Unterkunft angekommen schien die Sonne. Insgesamt waren die drei Tagestouren - mit insgesamt 180 km - sehr gut kalkuliert und für jeden gut zu bewältigen. Es war eine fröhliche Truppe, die auch die Abende mit zwei Themen, einer Stadtführung in Kleve, einem Grillabend zum Abschluss verbrachte und die lauen Sommernächte auf der wunderschönen Terrasse am See genoss. Abschluss war am Sonntag der Gottesdienst in der Versöhnungskirche in Kleve. Hier wurde auf einer Leinwand der Abschlussgottesdienst des 31. Evangelischen Kirchentages übertragen. Für nächstes Jahr hat unser ältester Teilnehmer - der 78jährige Küster Alfred Sträter - eine Überraschung angekündigt. Hoffentlich gibt es auch eine Freizeit. Zusammen reden, essen, trinken, schwitzen, fröhlich sein, beten, hören, singen. Es war wunderschön.